1. Nachrichten
  2. Adipositas als Torerkrankung bekämpfen: Warum Europa jetzt handeln muss

Adipositas als Torerkrankung bekämpfen: Warum Europa jetzt handeln muss

von | 30. März 2026

Anfang dieses Monats veranstalteten wir im Europäischen Parlament eine wichtige Veranstaltung zur Feier des Welttages gegen Fettleibigkeit 2026 – “Adipositas als Eintrittskrankheit angehen: Warum Europa jetzt handeln muss”. Unter der Schirmherrschaft der Europaabgeordneten Romana Jerković (S&D, HR) kamen Abgeordnete des Europäischen Parlaments, politische Entscheidungsträger, medizinisches Fachpersonal, Forscher, Patientenvertreter und internationale Organisationen zusammen, um die dringende Notwendigkeit hervorzuheben, Adipositas in den Mittelpunkt der europäischen Maßnahmen gegen nicht übertragbare Krankheiten (NCDs) zu stellen.

Mit über 45 Teilnehmern vor Ort hörte das Publikum eine Grundsatzrede von Kommissar Olivér Várhelyi sowie einen wirkungsvollen Aufruf zum Handeln von der European Coalition for People Living with Obesity (ECPO). Wir sprachen auch mit Experten und Organisationen, darunter die Europäische Gesellschaft für Kardiologie, die Europäische Gesellschaft für die Erforschung von Leberkrankheiten, die Europäische Krebsorganisation, die Hellenic Medical Association for Obesity, die WHO Europa und die OECD. Gemeinsam unterstrichen diese Beiträge die Vernetzung von Adipositas und anderen nichtübertragbaren Krankheiten sowie die Notwendigkeit integrierterer, koordinierter Ansätze in den Bereichen Prävention, Diagnose, Behandlung und Langzeitmanagement.

Im Anschluss an die Veranstaltung freuen wir uns, unseren neuen Bericht “Adipositas als Eintrittskrankheit bekämpfen – Warum Europa jetzt handeln muss: Ein Aufruf zum Handeln” zu teilen. Der Bericht fasst die Kernelemente der Diskussion zusammen und dar, warum Adipositas auf EU-Ebene dringender und kohärenter angegangen werden muss.

Zu den im Bericht behandelten Themen gehören:

  • Adipositas als chronische, rezidivierende Erkrankung und als Eintrittspforte für andere Krankheiten anerkennen
  • Bekämpfung von Fettleibigkeit als zentrale Maßnahme bei nichtübertragbaren Krankheiten
  • Entstigmatisierung und Abbau von Ungleichheiten und Barrieren in der Versorgung
  • Von der Diskussion zur koordinierten, evidenzbasierten Aktion

Eine Botschaft war während der Diskussion durchgängig klar: dass Fettleibigkeit nicht nur am Welttag gegen Fettleibigkeit thematisiert werden kann. Angesichts der weiter steigenden Prävalenz in ganz Europa bedarf es das ganze Jahr über anhaltender politischer Aufmerksamkeit und koordinierter Maßnahmen.

Wir hoffen, dass dieser Bericht dazu beiträgt, die Diskussion fortzusetzen und eine stärkere, besser koordinierte europäische Reaktion auf Adipositas zu unterstützen.

Weitere parlamentarische Perspektiven

Zusätzlich zu den Beiträgen, die während der Veranstaltung geleistet wurden, teilten mehrere Mitglieder von MEPs for Action on Obesity, die nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnten, Videobotschaften zur Unterstützung eines stärkeren Vorgehens der EU gegen Fettleibigkeit.

MdEP Manuela Ripa (EVP, DE) die Bedeutung der Bekämpfung von Fettleibigkeit als Teil der umfassenderen Reaktion Europas auf nicht übertragbare Krankheiten, insbesondere bei Kindern, hervorgehoben.

MdEP Laurent Castillo (PfE, FR) reflektierte über die wachsende politische Aufmerksamkeit, die Fettleibigkeit im vergangenen Jahr auf EU-Ebene erfahren hat, seit der Veranstaltung, die er am Welttag gegen Fettleibigkeit im Jahr 2025 im Europäischen Parlament veranstaltete.

MdEP Francesco Torselli (EKR, IT) die Bedeutung der Anerkennung von Fettleibigkeit als chronische, komplexe und multifaktorielle Krankheit sowie die dringende Handlungsnotwendigkeit unterstrichen.